Behinderte Menschen in Uvira, Südkivu, Kongo

Das zweitgrößte Land Afrikas liegt im Index der menschlichen Entwicklung auf dem 176. Platz von 188. Der sehr schlechte Zustand der Straßen und der Gesundheitsinfrastruktur sowie die extreme Armut wirken sich sehr negativ auf die allgemeine Gesundheit der Bevölkerung aus. Das betrifft das gesamte Land.

Wer behindert ist und wer nicht, lässt sich eigenlich nicht sagen. In Uvira, Süd-Kivu, bezeichnet sich einer als Blind und ein anderer als sehend, aber warum tut man das? Man kann es nicht wissen. Verstümmelungen im Krieg oder auf der Flucht sind häufig. Mehrfach behinderte Menschen gibt es ebenfalls viele. Es fällt auf, dass die meisten Betteln. Fast niemand hat Rechnen und Lesen gelernt. Die Armut ist riesig. Ärzte gibt es wenig und sie verlangen viel. Im täglichen Leben ist der Hunger oder eine verschleppte Krankheit oft schlimmer als theoretische Beeinträchtigungen.

Martin Näf und Einheimische Kinder

Frau Lundimu und eine Gruppe von behinderten Menschen gründeten 2011 in Uvira eine Selbsthilfegruppe namens Assoziation Voice Aveugle, AVA. Martin Näf war damals für drei Monate in Uvira, Kongo. „Ich war Blind, kam aus der Schweiz, ich unterrichtete in einer Uni und ich war Weiss. Das wollten einige mit eigenen Augen und Ohren sehen oder Hören.“

Darsilamano hat AVA unterstüzt bis der Präsident Martin Näf im August 2013 ein Hirnschlag hatte und das Gelt versiegte. Im 2017 war Martin Näf wieder soweit hergestellt das er den Verein wieder weiter führen konnte.

Im Jahr 2019 hat Darsilamano die AVA mit 10.000 Dollar unterstützt. Sie hilft der Assoziation Voice Aveugles in zwei Bereichen:

  1. Sie versucht allen Behinderten zu helfen, die Hilfe brauchen. Das geht von der Sensibilisierung der Bevölkerung Uviras bis zu einem Startkapital von Blinden, die ein Geschäft aufmachen wollen, oder im Alter blind gewordenen Menschen, die nicht mehr fähig sind, für sich selber zu sorgen.
  2. Sie versucht vorallem jüngeren Blinden und Sehbehinderten Menschen das Lesen der Blindenschrift beizubringen, und sie soweit vorzubereiten, dass sie in eine öffentliche Primar- oder Sekundarschule gehen können.

Im Frühling 2019 konnte Darsilamano eine Parzelle Landes unmittelbar am Tanganjikasee erwerben. Im Herbst 2019 hat Darsilamano begonnen ein Haus für blinde und mehrfach behinderte Menschen zu bauen. Provisorisch hat AVA eine 4-Zimmerwohnung gemietet, um Aktionsfähig zu sein. Ungefähr 10 Kinder und Erwachsene schlafen, Spielen, Singen, Essen und so weiter dort. Am Tag lernen die blinden Kinder und Erwachsenen auch Braille-Schrift und alles was nötig ist, um in die normale Schule zu gehen.